Die Geschichte vom Würstchen
Es war einmal ein Würstchen - ich weiß nicht mehr, ob es eine ausgewachsene Bockwurst war, ein dünnes Wienerle, ein fettiges Nürnbergerle, eine fade Krakauer oder einfach nur ein kleines angefressenes Cocktail-Würstchen, aber das tut auch eigentlich nichts zur Sache.
Jedenfalls hatte das Würstchen lange Zeit in einer engen Dose leben müssen und fühlte sich dort nicht mehr wohl.
Es begab sich also auf die Suche nach einem Abenteuer und stieß dabei auf einen Teller mit scharfem Senf darauf.
Es brannte sich gar fürchterlich am Senf, weil es in seiner Betriebsblindheit ( wegen des langen Aufenthalts in einer dunklen Dose, wie ihr euch bestimmt schon gedacht habt ) natürlich voll hineingetapert war und schrie, daß der dumme Senf daran Schuld sei, weil er ja einfach so im Weg gelegen habe.
Den Senf kratzte das anfänglich wenig: das Würstchen ging ihm am Deckel vorbei.
Aber als das Würstchen so gar keine Ruhe geben wollte und immer neue Anwürfe gegen den Senf vorbrachte, da trommelte der Senf seine noch schärferen Vettern zusammen.
Das waren die 6 Chili-G'scheiten Schoten.
Und als die sich vor das lamentierende Würstchen stellten, drohend ihre roten Mäntelchen öffneten und ihre heissen Kernchen herzeigten, da rannte das Würstchen, was seine Pelle nur so hergab und ward nie wieder gesehen.
So kehrte Ruhe ein auf dem Teller, der für manche nur das Vesperbrett, für andere aber offensichtlich die arg beschränkte Welt bedeutet.
Und wenn das Würstchen nicht vor Neid geplatzt ist, dann lamentiert es auch noch heute.
P.S.: Heute ist in der Welt da draußen "Tag der Putzfrau".
Ob das was zu bedeuten hat??? *grübelnd unter gesträubten Federchen hervorschau*


1 Comments:
Fluxx schrieb:
Man glaubt gar nicht, wieviiiiiiiieeeeeeeeele Würstchen diese Welt zu bieten hat! *schauder*
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