25 September 2006

Montyzwerge... eine Anfrage von Baron Hirni zu Hirnershausen...

... gibt es nicht.
Das ist eine ähnliche Geschichte wie mit dem Yeti-Zwerg.
Viele behaupten, sie hätten seine Spuren entdeckt, aber gesehen haben will ihn nur ein südtiroler Alpenbauer*, der neben Kletterwahn auch an Schneeverblendung leidet und wahrscheinlich eine Schneeflocke auf den Augengläsern seines Blindenhundes für einen Yeti gehalten hat.
Sie, werter Herr auf dem Hirni, verwechseln in Ihrer Anfrage gleich mehrere Kleinigkeiten.
Zum einen meinen Sie bestimmt "Monte von Zottel", eine Art Nahrungsergänzungsmittel für die Ecstasy-Generation, wenn nicht sogar das einzige. Ausser den bunten Pillen.
Gartenzwerge habe ich gestern versucht zu erklären: minderwertige Bückware meist aus gebranntem Ton, in den neuen Ländern Magyras jedoch vorzugsweise aus Plaste hergestellt und dort Garthan-Zwerge genannt und von daher ein billiges Recyclingprodukt der bis vor ca 15 Jahren dort noch sehr beliebten Plaste- und Elaste-Kutschen.
Nach dem Sturz des Diktators Ho Negg Err und dem Einriss der Festungsanlage Ma Uu Err und der Vertreibung des Despoten fand die Verbreitung dieser Kutschen ein jähes Ende, sie wurden zermahlen und eingeschmolzen und feierten eine Auferstehung in Form von Garthan-Bänken und Garthan-Zwergen.
Mit wahren Zwergen jedoch haben letztgenannte nicht das Mindeste gemeinsam.


*Alpenbauer - leider aussterbendes Kunsthandwerk.
Der erste urkundlich erwähnte Alpenbauer war Zyprin Josephus Xaverus Matter aus dem kleinen Dorf Horn, der im Jahre 798 des Herrn MOGO ein bis heute bekanntes Objekt schuf, das seinen Namen trägt und durch eine imposante Grösse überzeugt.
Seine Spätwerke wie Watzmann, Hurler Depp, Zirmkogel, Gamssteig, Gurgler Ferner, Gimlijocherl oder Böses Weibl sind bis heute von einer unübertroffenen Eleganz und dabei doch voll ergreifender Schlichtheit, wobei besonders das Böse Weibl heraussticht, für das sein eigenes Eheweib, das Finchen Xantipperl Huxlenreiter vom Zwölferspitz ( in anderer Mundart auch Spitzer Zwölfer genannt ) Modell gesessen haben soll.
Die Ehe wurde, wiewohl von Zeitgenossen des Künstlers als unglücklich und durch vielerlei weibliche Untreue getrübt beschrieben, mit einer grossen Nachkommenschar gesegnet, wobei in einigen Fällen die Vaterschaft des Zyprin Josephus Xaverus umstritten ist.
Er starb kurz vor Vollendung seines letzten Werkes, der Sisserle-Alm, an einem Blitzschlag.

Der Alpenbauer an sich ist besonders für den Elbenhalter von Nutzen, da er ein hervorragender Experte im Bau von Felsen, Mittelgebirgen oder Alpen jeglicher Art ist und von daher zum gelungenen Ausbau unseres Elbengeheges in nicht unerheblichem Masse beitragen könnte.
Die wenigen noch lebenden Alpenbauern befinden sich vorzugsweise in Tirol und können wegen Überlastung zur Zeit leider keine neuen Aufträge annehmen. Bedauerlicherweise fehlt ihnen auch die Musse zum Ausbilden von geeignetem Nachwuchs. Versuche mit Murmeltieren erwiesen sich nicht als erfolgreich, da diese bereits vorhandene Alpen untergruben und so die Sicherheit der Konstruktionen gefährdeten.